Bräuche

Adventkalender

Einen Adventkalender selber zu basteln macht besonders viel Spaß und ist eine Sache, die die ganze Familie gemeinsam machen kann. Für diesen originellen Adventkalender benötigt man insgesamt 24 weiße Joghurt- oder Pappbecher, weißes Seidenpapier, Bänder, Aludraht, einen schönen Ast, Goldfarbe, Schere, Zange, Glas, Pinsel und Locher. 18 Becher werden mit buntem oder gemustertem Papier beklebt, die restlichen sechs Becher werden mit goldener Farbe bemalt. Während man die goldene Farbe trocknen lässt, werden die 18 bunten Becher links und rechts oben gelocht. Dabei sollte man Acht geben, dass die Löcher möglichst gegenüberliegen. Anschließend werden auch die goldenen Becher gelocht.

Im nächsten Schritt schneidet man den Aludraht in 24 zirka 13 Zentimeter lange Stücke und biegt di...

Details

Adventkranz Binden

Benötigte Materialien
1 Styropor- oder Strohring
Reisig (vorzugsweise Tannenreisig)
Blumendraht
Zange (vorzugsweise einen Seitenschneider)
4 Kerzen
4 Kerzenschalen oder stärkeren Draht (zur Befestigung der Kerzen)
Dekoration nach belieben (Bänder, u. ä.)


Bastelanleitung

Ein oder zwei Reisigzweige um den Ring legen und an der Spitze (dünne Seite) mit Blumendraht zu fixieren beginnen. Nach und nach weitere Zweige um den Ring legen, dabei die dünne Seite immer über die dickere Seite der Zweige legen um diese zu verdecken. Wieder mit Blumendraht fixieren und den Vorgang so lange wiederholen, bis der Ring komplett mit Reisig überdeckt ist. Kerzenschalen bzw...

Details

Barbarazweige und Luzienweizen

Heilige Barbara
Barbara zählt mit Margareta und Katharina zu den Virgines Capitales („drei heilige Madln“) und zu den 14 Nothelfern. Ihr Feiertag ist der 4. Dezember. Sie ist die Patronin der Architekten, Bauarbeiter, Gefangenen, Glockengießer und Soldaten, besonders aber der Bergleute. Eine Reihe von Bräuchen knüpft sich an den 4. Dezember. Am bekanntesten ist der, Zweige von Kirsch-, Weichsel- und anderen Obstbäumen oder Ziersträuchern zu schneiden und einzuwässern. Bis Weihnachten erblüht, sollen sie Glück und Segen bringen. Eine erklärende Legende will wissen, dass sich auf dem Weg zur Hinrichtung ein Kirschzweig in Barbaras Kleid verfing, der bei ihrem Tod aufblühte...

Details

Die Herbergssuche

Als Herbergssuche wird in der christlichen Tradition die vergebliche Suche von Josef und Maria nach einer Unterkunft vor der Geburt von Jesus bezeichnet. In der Adventzeit sind szenische Aufführungen der „Herbergssuche“ und das Singen von Herbergsliedern Bräuche, die bis heute gepflegt werden. Eine bei uns weniger häufig praktizierte Form der Herbergssuche ist ein aus dem 16. Jahrhundert überlieferter Brauch, der vor allem von den Jesuiten verbreitet wurde. Die Gläubigen sollten die Heilige Familie – im wörtlichen Sinn – bei sich aufnehmen. Meist neun Abende vor dem Heiligen Abend wurde ein Marienbild, eine geschnitzte Heilige Familie oder eine Marienstatue von der Kirche zu einer Familie gebracht, die ihr für einen Abend „Asyl“ gewährte...

Details

Der heilige Nikolaus

6. Dezember: Ein guter Mann aus Myra (Demre/Türkei) mit dem Namen Nikolaus verlor seine Eltern durch die Pest. Aus Kummer verschenkte er sein reiches Erbe an die Armen und wollte fortan anderen Gutes tun. Sein Onkel kümmert sich um ihn und ließ ihn zum Priester ausbilden. Er brachte ihn in ein Kloster, wo Nikolaus sogar zum Abt wurde. Das Leben für Gott gefiel ihm, denn den Menschen zu helfen war eine große Freude für ihn.
Seine wohltätigen Werke wurden sogar als Wunder gesehen. So soll er – mit Gottes Hilfe – sogar drei Schüler, die von ihrem Wirten, bei dem sie wohnten, wie Fleisch eingepökelt worden war, wieder zum Leben erweckt haben...

Details

Geschenke, Geschenke, Geschenke

Der Brauch des Schenkens

Einen „Kinderbeschenktag“ gab es schon im frühen Mittelalter, allerdings am 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder. Bis ins 14. Jahrhundert hatte sich allerdings aufgrund der Beliebtheit eines Heiligen ein anderer Termin durchgesetzt: Der 6. Dezember als Tag des heiligen Nikolaus, Patron der Kinder, wurde zum Kinderbeschenktag. In manchen Gegenden bekamen allerdings nur Buben am Nikolaustag Geschenke, die Mädchen am 13. Dezember, dem Tag der heiligen Lucia. Nach der Reformation hat sich in protestantischen Gebieten der 24. beziehungsweise 25. Dezember gegen den Nikolaustag durchgesetzt, weil Heilige als Gnadenbringer und Heiligenfeste abgelehnt wurden. Erst nach 1900 verbreitete sich der 24...

Details

Rauchzeichen

Weihrauch, Gold und Myrrhe waren die ersten Weihnachtsgeschenke. Gold ist das Geschenk für Christus als König, Myrrhe wird auf den Tod bezogen und wird deshalb als ein Geschenk an Jesus als Menschen gedeutet, und Weihrauch galt als Geschenk für Christus als Gott. Denn Gott verbarg sich im Alten Testament in einer Wolke und er sprach aus einer Wolke. Diese Rauchwolken wurden in den Kirchenfresken der großen Barockmaler umgedeutet und sind als himmlische Wolkenlandschaften zu sehen.

Seit Jahrtausenden hat sich die Gewinnung des Weihrauches nicht geändert. Der Boswelliabaum kämpft in seiner unwirtlichen Gegend ums Überleben. Er ist mehr verkrüppelter Strauch als Baum, verzweigt seine Wurzeln weit in den Sand um das wenige Wasser, das er finden kann, zu bekommen...

Details